LED’s sind unschlagbar beim Energiesparen

Allerdings gibt es Unterschiede – worauf man achten muss

Die klassische Glühbirne und Leuchtstoffröhre haben ausgedient. Sogenannte Energiesparlampen mit ihrem Quecksilber emittieren UV-Strahlen. Die Zukunft gehört LED-Leuchtmitteln. Schotten hat im letzten Jahr seine Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen umgestellt. Das Dorfgemeinschaftshaus in Ulfa wurde mit einem neuen Beleuchtungskonzept von LED’s ausgerüstet. Kostenpunkt ca. 75.000 Euro. Diese Investition wird sich durch die Stromeinsparung in 7 Jahren amortisieren. In das DGH von Ulfa hatte der Verein Erneuerbare Energien für Schotten (EES) den Beleuchtungstechniker Peter Schäfer von der Firma Trilux eingeladen. Er informierte über die breiten Anwendungsmöglichkeiten von LED-Lampen auch für den Privathaushalt.

Beleuchtungstechniker Peter Schäfer mit der Vorsitzenden des EES Jutta Kneißel

Beleuchtungstechniker Peter Schäfer mit der Vorsitzenden des EES Jutta Kneißel

Zunächst einmal verglich der Beleuchtungsexperte die verschiedenen Leuchtkörper. So sei eine Glühbirne eigentlich eine Heizung mit Lichtverlustleistung. Nur 5 Prozent der eingesetzten Energie würde in Licht, der Rest in Wärme umgewandelt. Bei den Energiesparlampen sei das Verhältnis schon günstiger: 25 Prozent Licht, 74 Prozent Wärme und 1 Prozent UV-Strahlung. Auch LED’s produzierten noch 55 Prozent Wärme aber schon 45 Prozent Licht. Hier sei in Zukunft sicher noch mehr drin. Danach wurde es etwas komplizierter. Denn LED-Beleuchtungsmittel unterscheiden sich in ihrer Lebensdauer. Der normierte Fachbegriff dazu heißt „Leuchtenklassifikation“ und bezieht sich auf eine Lebensdauer von 50.000 Stunden. Nimmt man die Abkürzung L80B10 – 50.000 h, dann steht L80 für einen Lichtstrom-Abfall nach 50.000 Stunden von maximal 20 Prozent. Und B10 verweist auf den Ausfall von LED-Modulen von weniger als 10 Prozent. Vor allem für große Beleuchtungsskonzepte wie in Fabrikhallen oder Supermärkten seien das wichtige Kennzahlen.

Moderne LED-Beleuchtungsmittel werden über Aluminium-Rippen des Gehäuses gekühlt, vergleichbar dem Zylinder eines Mopeds. Das unterscheidet sie auch von Billigprodukten, deren Gehäuse oft aus Kunststoff gefertigt sei. Hier solle man auf Markenprodukte zurückgreifen, selbst wenn sie etwas teurer wären, empfahl Peter Schäfer. In Bestandsbauten sind die Öffnungen für die Beleuchtungskörper vorgegeben wie im DGH Ulfa. Das gelte auch für Privathaushalte. Dem hätten sich die Hersteller durch die Abmessungen und Konstruktion angepasst. Das „Ballwurf-Sicherheits-Zeichen“ stelle sicher, dass sich z.B. in Sporthallen die Halterung durch Wurfbälle nicht verforme oder sogar herunterfiele. Sie müssten Bälle mit einer Geschwindigkeit von 40 Km/h aushalten.

Gründe für eine Sanierung des Lichtsystems seien die optische Aufwertung, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und/oder die Wirtschaftlichkeit. Die optische Aufwertung werde durch die Farbtemperatur erreicht. Wenn der Blick in den Spiegel zu Hause nicht so vorteilhaft ausfalle wie beim Frisör dann läge das an der Farbe des Lichts. Und wenn das Fleisch in der Fleischtheke frisch und rot glänze, läge das oft an der Beleuchtung und weniger am Fleisch. Hier solle die Fsrbe zum Kaufen animieren. Peter Schäfer zeigte zahlreiche Anwendungsbeispiele für einen gut ausgeleuchteten Büroarbeitsplatz, für Fabrik- und Sporthallen. Eine durchsichtige Leuchte über dem Esstisch fanden die Gäste besonders interessant. Die Wirtschaftlichkeit steht natürlich für viele potenziellen Anwender an erster Stelle. Wenn das Lichtkonzept mit Anwesenheits- und Helligkeitssensoren kombiniert werde, lägen die Einsparpotenziale bei bis zu 90 Prozent. Für den privaten Haushalt empfahl der Beleuchtungstechniker, sich im Internet zusätzlich zu informieren. Ein Suchbegriff wäre „Ersatz 60 Watt Glühbirne“.

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