Den „Stromfressern“ auf der Spur

Stromverbrauch halbieren – ein Beitrag für die Haushaltskasse und für die Energiewende

„Halbieren sie ihren Stromverbrauch. Ihre Haushaltskasse wird geschont und sie leisten zugleich einen wichtigen Beitrag für die Energiewende!“ Mit dieser Botschaft leitete der Energieberater Diplom-Ingenieur Roland Kolb seinen Vortrag im Historischen Rathaus ein. Zielführende Fragen dazu können sein: „Was verbraucht ein Haushalt an Strom? Welches sind die größten ‚Stromfresser’? Worauf sollte man bei der Anschaffung neuer Haushaltsgeräte achten?“ Die Stadt Schotten und der Verein Erneuerbare Energien für Schotten (EES) hatten zu dieser Informationsveranstaltung im Zusammenhang mit der Hessischen Energiespar-Aktion eingeladen.

EES-Vorsitzende Jutta Kneißel – Energieberater Roland Kolb – Schotten Klimaschutzmanager Peter Glasstetter

EES-Vorsitzende Jutta Kneißel – Energieberater Roland Kolb – Schotten Klimaschutzmanager Peter Glasstetter

Die Stromkosten für einen 3-Personen-Privathaushalt betragen etwa 1.000 Euro pro Jahr. Strom ist die teuerste Energie im Haus. Sein Preis steigt jährlich um ca. fünf Prozent. Der meiste Strom wird beim Kühlen, Gefrieren, Kochen, Spülen, Waschen, Trocknen und Fernsehen verbraucht. Stromfresser sind auch die Beleuchtung, der Computer mit Peripherie und die Umwälzpumpe. Geräte mit langer Laufzeit im Stand-by-Betrieb steigern den Stromverbrauch selbst bei geringer Leistung. Deshalb sollten Geräte nach Gebrauch komplett abgeschaltet werden. Hilfreich sind Steckdosenleisten als Zwischenschalter mit denen sich Stand-by-Verluste reduzieren lassen. LED-Lampen verbrauchen bei gleicher Lichtleistung nur noch 20 Prozent gegenüber Glühlampen bei 25 mal höherer Lebensdauer. Inzwischen sind sie sehr viel preiswerter geworden. Moderne Kühlschränke, Gefriertruhen, Waschmaschinen oder Wäschetrockner verbrauchen 50 Prozent weniger Strom aufgrund ihrer besseren Geräteausstattung gegenüber Altgeräten. Eine neue Heizungspumpe spart 80 Prozent ein. Solche Geräte sind zwar etwas teurer als weniger effiziente Neugeräte. Sie amortisieren sich aber bereits nach wenigen Jahren. Jedes neue Haushaltsgerät hat ein EU-Energielabel an dem sich der Verbraucher orientieren kann. Mit einem Strommessgerät – auszuleihen bei der Stadt Schotten – lässt sich der Stromverbrauch des Altgerätes messen und mit dem Neugerät vergleichen. Energieberater Kolb zeigte anhand von Modellrechnungen für verschiedene Geräte deren Einsparungspotenzial.

Geld lässt sich außerdem mit selbst erzeugtem Solarstrom sparen. Mit den inzwischen sehr preiswerten Solarmodulen, ihrer besseren Ausbeute – selbst bei Südost- oder Südwestausrichtung des Daches – kostet der selbst genutzte Strom aus der eigenen Solaranlage gegenüber dem Strom aus dem Netz oft nur noch ein Drittel. Bis zu 80 Prozent des eigenen Solarstroms lässt sich bereits heute selbst verbrauchen. Fallende Preise für Stromspeicher werden in den nächsten Jahren zu einer noch höheren Nutzung führen. Diese dezentrale Energieerzeugung leiste einen wichtigen Beitrag zur Energiewende betonte abschließend die EES-Vorsitzende Jutta Kneißel. Schottens Klimaschutzmanager Peter Glasstetter verwies auf die kostenlose Energieberatung im Rathaus.

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